Hände am Laptop füllen ein Kontaktformular für eine Homepage aus.

Kontaktformular für deine Homepage: Alles Wichtige im Überblick

Ein Kontaktformular technisch einwandfrei umzusetzen, ist das eine. Das andere, was häufig vernachlässigt wird, ist es, ein Kontakformular richtig zu konzipieren und aufzubauen, damit es genutzt wird und dadurch Leads generiert werden können. Um das zu schaffen, gibt es einige Aspekte, die du beachten musst. In diesem Blogartikel zeigen wir dir, an was du alles beim Aufbau denken musst und geben dir Anleitungen und Beispiele an die Hand, damit du das Ganze auch für deine Homepage umsetzen kannst.

Ziel deines Kontaktformulars

Deine Websitebesucher sollen über das Kontaktformular Kontakt zu dir aufnehmen – das ist natürlich klar. Das geschieht allerdings aus verschiedenen Gründen. Gründe können dabei sein:

  • Eine allgemeine Informations-Anfrage
  • Die Anfrage von Informations-Unterlagen (z. B. Case Study)
  • Die Anfrage von einem Angebot
  • Die Anmeldung zu einem Newsletter
  • Eine Support Anfrage
  • Die Einreichung einer Bewerbung

Wie du hier schon siehst, werden durch die verschiedenen Anfragen unterschiedlich wertvolle Gegenleistungen erwartet.

So erwarte ich bei der Anfrage eines Angebots detaillierte Informationen zu einer Dienstleistung oder einem Produkt.

Allerdings möchte ich bei der Anmeldung zu einem Newsletter zunächst lediglich in einem Verteiler-Kreis aufgenommen werden, um in regelmäßigen Abständen von dem Unternehmen Informationen zu erhalten.

Diese Erwartungshaltung beeinflusst den Aufbau deines Kontaktformulars. Je nach Gegenleistung ist der Websitebesucher bereit, mehrere Daten preis zu geben. Somit ist diese Unterscheidung sehr wichtig für den Aufbau deines Kontaktformulars.

Aufbau deines Kontaktformulars für deine Homepage

Bei dem Aufbau deines Kontaktformulars musst du dir überlegen, wie viele Informationen du benötigst, um die Anfrage beantworten zu können und welche das konkret sind.

Ein Beispiel dazu:

Dein Websitebesucher fordert ein Angebot an? Gut, dann kannst du guten Gewissens die Informationen abfragen, die du für die Erstellung eines Angebots benötigst.

Falls du allerdings so viele Informationen zur Erstellung des Angebots benötigst, dass diese nicht über ein einziges Kontaktformular abgedeckt werden können, kannst du nach den Kontaktdaten deines potentiellen Kundens fragen, wie der E-Mail-Adresse und der Telefonnummer, sowie weitere Informationen, die im Vorfeld wichtig sein könnten, wie z. B. die Website oder die Firmengröße. Damit kannst du deinen potentiellen Kunden nun kontaktieren und ein Angebot erstellen.

Vorbereitung: Darüber solltest du dir Gedanken machen

Um entscheiden zu können, welche Informationen du über das Kontaktformulars abfragst, stellst du dir folgende drei Fragen:

  • Welche Informationen benötige ich, um die Anfrage richtig bearbeiten zu können?
  • Welche Informationen sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig?
  • Welche Informationen braucht dein potentieller Kunde an dieser Stelle, um die Anfrage mit gutem Gewissen zu stellen, und alle Zweifel ausräumen zu können?

Aufbau deines Kontaktformulars: Vom Nutzenversprechen bis zum Button

  1. Überschrift
    Für was ist dieses Kontaktformular gedacht? Mache in der Überschrift deutlich, was durch die Kontaktaufnahme erwartet werden kann.
  2. Nutzenversprechen
    Welchen Nutzen hat dein Websitebesucher von dem Kontaktformular? Mache auch das in der Überschrift deutlich.
  3. Zweifel
    Welche Zweifel könnten aufkommen, die vor der Anfrage aus dem Weg geräumt werden sollten? Bringe Stichpunkte mit ein, wie „unverbindlich“, „kostenfrei“ – passend je nach Anfrage.
  4. Felder
    Ordne jetzt die auszufüllenden Felder an. Stelle die Felder, die am einfachsten auszufüllen sind an erste Stelle, wie z. B. der Name und die E-Mail-Adresse.
  5. Button
    Mit dem Bestätigungsbutton wird die Kontaktanfrage versendet. Der Text des Buttons sollte möglichst sprechend formuliert werden, damit klar ist, was bei dem Drücken des Buttons passiert. Ein Beispiel könnte sein: „Angebot jetzt unverbindlich anfragen“. Hier hast du auch nochmal die Möglichkeit, eventuelle Zweifel aus dem Weg zu räumen.
Breuninger als Beispiel für eine Newsletter-Anmeldung

Breuninger verfolgt bei seinem Newsletter-Anmeldungsformular diesen Aufbau. Bereits in der Headline wird klar, dass es sich um eine Newsletter-Anmeldung handelt und darunter werden die Vorteile davon erläutert. Die Felder sind zu Beginn einfach auszufüllen. Lediglich beim letzten muss man kurz nach dem eigenen Breuninger-Haus suchen.

Richtige Benennung des Call to Action (CTA)

Der Call to Action ist der Button mit einer Aufforderung, eine Aktion auszulösen. Bei einem Kontaktformular ist das die Aufforderung, das Formular abzusenden. Wie nun dieser Button beschriftet wird, ist dabei von großer Bedeutung.

Der Button-Text muss deutlich machen, was beim Klick darauf passiert. So wird bei einem Button-Text „Angebot jetzt kostenfrei anfordern“ klar, was nach dem Absenden des Kontaktformulars zu erwarten ist.

Auch hier kann man nochmal im Button-Text Nutzenversprechen mit einbeziehen und auch nochmals letzte Zweifel ausräumen. So kann bei einer Newsletter-Anmeldung der Text auch lauten: „Ja, bitte sendet mir regelmäßig wertvolle Tipps zu“.

Zweifel sollten spätestens auch hier zum Thema Datenschutz aus dem Weg geräumt werden. Wie du das umsetzen kannst, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Hinweis zum Datenschutz darf in deinem Kontaktformular nicht fehlen

Bei jedem deiner Kontaktformulare musst du einen Hinweis liefern, was mit den versendeten Daten passiert, wofür sie genutzt werden und wer sie erhält. Das legst du überlicherweise in deiner Datenschutzerklärung fest. Zu dieser solltest du deshalb dringend unter jedem Kontaktformular verlinken.

Beispiel zur Einbindung der Datenschutzerklärung unter dem Bestätigungsbutton

Das Kontaktformular auf deiner Homepage wurde abgesendet – und jetzt?

Das Kontaktformular wurde ausgefüllt und abgeschickt. Sehr gut! Aber was passiert jetzt? Es gibt zwei Möglichkeiten: Die Weiterleitung auf eine Dankesseite oder ein Bestätigungshinweis, dass die Anfrage versendet wurde.

Weiterleitung auf eine Dankesseite

Eine Weiterleitung macht bei „größeren“ Anfragen, wie z. B. bei einer Support-Anfrage Sinn. Denn hier möchte dein Websitebesucher in der Regel lediglich die Anfrage ausführen. Daher kannst du nach Absenden des Kontaktformulars eine Weiterleitung auf eine extra Seite einrichten. Auf dieser Seite bestätigst du ihm nochmal, dass die Anfrage abgesendet wurde. Dazu kannst du gleich die Chance nutzen und ihm passenden weiteren Content empfehlen, den ihn noch interessieren könnte.

Bestätigungshinweis

Ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Websitebesucher nach Absenden des Kontaktformulars auf der Seite bleiben möchte, solltest du ihn davon auch nicht abhalten. Wenn du ihm z. B. innerhalb eines Blogartikels einen Leitfaden zum Download anbietest, solltest du seinen Lesefluss nicht stören, und nach Absenden des Kontaktformulars auf keine andere Seite umleiten. Hier reicht ein deutlicher Bestätigungstext. Am besten in einer anderen Farbe, wie der Text, z. B. grün.

Richte ein Tracking ein

Um den Erfolg deiner Website messen zu können, solltest du auch die gesendeten Kontaktformulare tracken. Somit kannst du erkennen, welche Kontaktformulare in welchem Zeitraum Conversions gebracht haben. Wie du dafür in Google Analytics vorgehst, zeigen wir dir in diesem Blogartikel: Website Conversion Tracking über Google Analytics

Fazit: Kenne alle Rahmenbedingungen

Vor der Erstellung eines Kontaktformulars solltest du dir immer bewusst machen, was dein potentieller Kunde hier erwartet, welche Bedenken er haben könnte und in welchem Kontext er das Kontaktformular ausfüllt. Somit kannst du den Aufbau, die Länge, die Überschriften und den Button-Text festlegen und entscheiden, wo er anschließend hingeführt wird.

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Fanny

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